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In Ulm startete im Frühjahr der Zeit das Pilotprojekt „Car to go“. Seitdem teilen sich dort 13.000 Ulmer 200 Smart-Zweisitzer. Mit der Vermietung von Autos will Daimler eine „Revolution in urbaner Mobilität“ erreichen. Die Vorstellung hat etwas Skurriles: Daimler verkauft keine Autos mehr, sondern Fahrtzeit in Minuten. Am Ende der Fahrt wird abgerechnet: 19 Cent pro Minute inklusiver der Nebenkosten, kostet ein Smart, dabei kann der Wagen überall abgestellt werden. In Ulm hat sich jeder Fünfte, der überhaupt ein Auto fahren darf für das Pilotprojekt angemeldet. Mit bisher über 100.000 abgerechneten Fahrten wird Daimler in Ulm geradezu überrannt. Ab November startet Daimler in Austin, Texas ein ähnliches Projekt und auch für Paris ist für das nächste Jahr ein Versuch geplant. „Mitte 2010 ist das Konzept international marktfähig. Dann können wir es auf weitere Städte ausdehnen“, kündigt Dieter Zetsche an. „Das Interesse der Bürgermeister ist riesengroß.“ Trotz der Euphorie bei Daimler kommt das Konzept aus zweiter Hand, denn erfunden hat es eigentlich die Deutsche Bahn. Die Bahn bietet in deutschen Großstädten bereits seit Jahren Mietfahrräder, die ausgeliehen und an einer beliebigen Stelle wieder abgestellt werden können. Für Großstädten in denen kaum mehr Kapazität für noch mehr Autos vorhanden ist, hat die „Mobilitätsdienstleistung“ sicherlich einiges zu bieten.
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